Russian → German transcript
In der Eremitage werden mehr als 300 Exponate aus dem 18. Jahrhundert aufbewahrt.
Dies sind Meisterwerke der Mikromechanik und des Ingenieurwesens jener
Zeit.
Um solche Mechanismen heute zu entwickeln, braucht man Teams
von Entwicklern, Computer und Produktionskapazitäten.
In Europa hielt die Faszination für diese Automaten und mechanischen
Spielzeuge historisch gesehen 200 Jahre an.
Und fast schlagartig schwand plötzlich das Interesse an ihnen.
Im Palast des chinesischen Kaisers hatten sich bis zum 19. Jahrhundert etwa
5000 solcher Exponate angesammelt.
Wie viele gab es dann wohl in ganz Europa?
Wahrscheinlich nicht weniger, als wir heute Mobiltelefone haben.
Und was ist geschehen, dass sowohl die Tradition der Herstellung
dieser Automaten und Mini-Roboter als auch das Interesse an ihnen schwand?
Historiker sagen, dass die Erfindung des Grammophons diesen
Spielzeugen ein Ende setzte.
Eines der in der Eremitage-Sammlung aufbewahrten Meisterwerke ist
die Kulibin-Uhr.
Die eiförmige Uhr, die Kulibin 1767 zur Ankunft
von Katharina II. schuf, spielte jede Stunde österliche
Melodien.
Am Ende jeder Stunde führten Miniaturstatuetten
Szenen mit biblischen Motiven auf.
Die Uhr besteht aus 427 winzigen Teilen.
Selbst Restauratoren können sie bis heute nicht restaurieren, da
sie das Geheimnis ihrer Funktionsweise nicht entschlüsseln können.
Wenn Sie diese Kurzinformation lesen, bedenken Sie, wie ein einfacher
Autodidakt ein solches Meisterwerk der Mikromechanik erschaffen konnte.
Ein moderner Ingenieur muss zahlreiche Disziplinen kennen
und über enorme Erfahrung in der Werkstoffkunde
und die Konstruktionsprinzipien von Uhrenmechanismen verfügen.
Es gab also selbst in der Provinz des Russischen
Kaiserreichs jener Zeit eine hervorragende Schule.
Vielleicht ist er nach Europa gereist, hat sich außerhalb des ungewaschenen Russlands fortgebildet.
Uhren aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Wie konnte man nur mit einer solchen Präzision handwerklich symmetrische
Zahnräder und andere Teile herstellen?
Ich habe mal aus einer Silberplatte nach einer markierten
Schablone ein Medaillon für mich gefeilt.
Mir standen eine Handlaubsäge, eine Feile
und Nadelfeilen sowie Polierpaste zur Verfügung.
Aber ein erstklassiges Produkt ist es dennoch nicht geworden.
Weder eine gute Geometrie noch die Qualität der Metallverarbeitung
habe ich erreicht.
Natürlich bin ich kein Juwelier und beherrsche nicht all ihre Techniken.
Aber waren alle Uhrmacher jener Zeit solche Juweliere?
Ein Miniaturzahnrad zu feilen, ist schließlich nicht dasselbe, wie einen Stein in einen Ring
einzusetzen.
Wenn man sich die Uhren von Kulibin und andere Uhren europäischer
Meister aus jener Zeit genauer ansieht, versteht man,
dass die Teile auf einer Drehbank hergestellt wurden und nicht
von Hand.
Gut, was wissen wir also über die Drehmaschinen der damaligen
Zeit?
Wie sich herausstellt, gab es sie in großer Vielfalt und
hier sind die Informationen.
Eine Illustration aus einem Buch des 17. Jahrhunderts.
Dies sind Waffenmaschinen zur Herstellung von Gewehrläufen
in der Tulaer Fabrik.
Ihr Niveau ist keineswegs schlechter als das der Maschinen des 19. Jahrhunderts.
Genau auf ihnen wurden solche Meisterwerke hergestellt und nicht mit Handwerkzeugen,
wie Historiker heute schreiben.
Hier sind noch einige Fotos von Maschinen, auf denen
hochtechnologische Teile des 17. und 18. Jahrhunderts hergestellt wurden.
Hier ist eine Anzeige auf Avito über den Verkauf eines Maschinenbetts
aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Offenbar steht ein Datum darauf.
Und was sind das für Maschinen?
Für die Uhrenherstellung?
Aber die Maschinen selbst wurden auch auf Maschinen hergestellt und wahrscheinlich unter
Verwendung von Fräsprinzipien der Metallbearbeitung.
Die Komponenten dieser Maschinen sind ebenfalls Kunstwerke
und die Krönung der Ingenieurskunst und Technologie jener Epoche.
Und so etwas gab es überall.
Das heißt, an diesen Beispielen können wir zeigen, dass nicht
alles von Hand hergestellt wurde.
Eine manuelle Bearbeitung wird die Präzision für Uhrwerke nicht
gewährleisten.
Die Uhren würden einfach nicht funktionieren.
Interessant sind auch die Reibungsstellen in solchen Mechanismen und womit
sie geschmiert wurden.
Und solcher Fragen gibt es viele, aber Antworten darauf aus Sicht
der Fertigungstechnik und Werkstoffkunde liefert
niemand.
Und hier ist ein wahres Meisterwerk der Kunst: die Pfauenuhr.
Sie wurde 1770 in England hergestellt und war
als Geschenk für den chinesischen Kaiser gedacht, wurde aber
Fürst Potemkin geschenkt, um sie Katharina II. zu überreichen.
Die Uhr wurde in zerlegtem Zustand geliefert, und auf dem Weg gingen
einige Teile verloren.
Sie wurden wiederum von Kulibin restauriert und repariert,
der bereits als Mechaniker an der
Akademie der Wissenschaften tätig war.
Diese Uhr ist bis heute funktionstüchtig.
Sie wird einmal pro Woche aufgezogen, um sie
in betriebsbereitem Zustand zu halten.
Alle 15 Minuten ertönt Musik und die Figuren dreier Vögel erwachen zum Leben.
Die Elemente des Uhrwerks bestehen aus Silber
und vergoldetem Kupfer.
Links eine Uhr aus Deutschland um 1550, rechts
eine aus dem 16. Jahrhundert vom British Museum.
Hier sehen wir, dass es damals bereits ein hohes
Niveau des ingenieurtechnischen Denkens gab.
Vor der Herstellung musste das Übersetzungsverhältnis
des Uhrwerks berechnet werden, damit die Zeiger
sich genau nach der Tageslänge bewegten.
Und dafür musste man astronomische Beobachtungen nutzen
oder sich an den Angaben anderer, zuvor gebauter
Uhren orientieren.
Aber das sind nur Tischuhren. Ende des 16. Jahrhunderts
gab es auch schon Miniaturuhren, hier sind Beispiele.
Man kann die Ingenieure jener Zeit unaufhörlich bewundern,
oder wie man sie nennt, einfach die Uhrmacher.
Hier sehen wir den modernen Montageprozess von Schweizer
mechanischen Uhren.
Vor der Montage müssen all diese Teile mit höchster
Präzision hergestellt werden.
Heute werden alle Berechnungen in einem Programm durchgeführt und die Teile hergestellt.
Aber wie hat man das früher gemacht?
Hier sehen wir die moderne Herstellung von Zahnrädern
für große Uhren auf Drehbänken.
Höchstwahrscheinlich sah das früher absolut
genauso aus.
Die Platten für die Zahnräder mussten präzise zugeschnitten werden,
mit höchster Genauigkeit.
Rechts die Merklein-Rose-Maschine von 1780 zur Herstellung von
symmetrischen, mehrblättrigen Teilen.
Links die Drehbank London 1838.
Wahrscheinlich genau auf solchen Maschinen mit diesem Prinzip
Werke erhielten Zahnräder für Uhren, aber keineswegs von Hand.
Man kann mit Sicherheit sagen, dass es verschiedene Werkzeugmaschinen
nicht nur zu Beginn des 19. oder 18. Jahrhunderts gab, sondern auch viel
früher.
Davon zeugen auch Produkte wie Drehorgeln, Musik-
dosen, Uhren, mittelalterliche Roboter und Automatenpuppen.
Der Ingenieurgeist in ihnen ist auf dem höchsten Niveau.
Für die heutige handwerkliche Produktion ist er unerreichbar.
Ein weiteres Meisterwerk des Ingenieurgeists und der musikalischen Fähigkeiten
der Meister des 18. und 19. Jahrhunderts sind Drehorgeln und Musik-
dosen.
Heute ist es schwer vorstellbar, dass ein Meister
seine Talente in so etwas Ähnlichem vereint hat.
Vielleicht haben diese Meister sogar ihre eigene Musik für solche Geräte
geschrieben.
Aber diese Automatisierung des 18. Jahrhunderts ist erst der Anfang.
Schauen wir uns die Androiden jener Zeit an, die in der Lage waren,
schreiben und Musikinstrumente spielen.
Die offizielle Information über diese Roboterpuppe besagt,
dass sie 1770 von dem Schweizer Uhrmacher
Pierre Jaquet-Droz hergestellt wurde.
Dieser Automat kann mit einer Gänsefeder Sätze
von bis zu 40 Zeichen schreiben, wie „Ich liebe dich“, „Meine Stadt“
oder „Pierre Jaquet-Droz, mein Erfinder“.
Der Schöpfer gab ihm den Namen „Der Kalligraf“.
Die Größe der Roboterpuppe entspricht der eines fünfjährigen Kindes.
Die Konstruktion besteht aus 6000 Teilen, das Gehäuse besteht
aus Holz, der Kopf aus Porzellan.
Die Puppe schreibt nicht nur den Satz, sie taucht auch die Gänsefeder
in das Tintenfass, schüttelt sie ab, dreht den Kopf,
als ob sie diesen Prozess verfolgen würde, und folgt ihm auch mit den Augen.
Pierre Jaquet-Droz baute die Puppe zwei Jahre lang.
Der Erfinder und Konstrukteur schuf auch Uhren mit singenden
Vögeln und Springbrunnen, aber er hat noch zwei Werke
der Ingenieurskunst: die Puppen „Der Zeichner“ und „Die Musikantin“.
„Die Musikantin“ besteht aus 2500 Teilen, sie saß an
einem kleinen, aber echten Cembalo und spielte
Musik, indem sie die Tasten drückte.
Sie konnte fünf Kompositionen spielen.
Die Puppe atmete sogar und bewegte auch ihre Augen.
Diese Puppe kann ein Porträt von Ludwig XVI. und ein Bild
seines Hündchens Toutou zeichnen.
Alle drei Puppen befinden sich im Museum für Kunst und Geschichte
von Neuenburg und funktionieren bis heute.
Und dies sind nur einige der uns überlieferten Werke der einzigartigen
Ingenieurskunst der damaligen Meister.
Untertitel-Editor: A. Semkin, Korrektorat: A. Jegorowa
End of transcript · 1,298 words · machine translated
Original transcript (Russian)
В Эрмитаже хранятся более 300 экспонатов XVIII века. Это шедевры микромеханики и инженерной мысли того времени. Чтобы сегодня разработать такие механизмы, нужны коллективы проектировщиков, компьютеры, производственные мощности.
В Европе увечение этой автоматикой и механическими игрушками по истории длилось 200 лет. И почти одномоментно интерес к ним вдруг пропал. Во дворце китайского императора к XIX веку скопилось около 5000 подобных экспонатов.
Тогда сколько же их было во всей Европе? Наверное, не меньше, как у нас сейчас сотовых телефонов. И что такое произошло, что пропала и традиция изготовления этих автоматов, и мини-роботов, и интерес к ним пропал? Историки говорят, что изобретение граммофона поставило крест
на подобных игрушках. Одним из шедевров, хранящихся в коллекции Эрмитажа, являются часы Кулибина. Часы яичной формы, созданные Кулибином в 1767 году к приезду Екатерины II, часы проигрывали каждый час пасхальные
мелодии. В конце каждого часа миниатюрными статуэтками разыгрывались представления на библейские мотивы. Часы состоят из 427 мельчайших деталей. Да их восстановить реставраторы не могут до сих пор, так
как не могут разгадать секрет их работы. Прочтя эту краткую информацию, подумайте, как простой самоучка мог сделать такой шедевр микромеханики. Для современного инженера нужно знать множество дисциплин и иметь просто огромный опыт в материаловедении
и принципах построения механизмов часов. Значит была отличная школа даже в глубинке Российской империи того времени. Может в Европу ездил, из немытой России обучался. Часы 17-18 веков.
Как можно было с такой точностью изготовить вручную симметричные шестерни и другие детали. Я как-то из серебряной пластины по размеченному шаблону вытачивал себе медальончик. В моем распоряжении был ручной лобзик, напильник
и надфили, полировочная паста. Но высококлассного изделия так и не получилось. Ни хорошей геометрии, ни качества обработки металла я так и не добился. Ну конечно я не ювелир и не владею всеми их техниками.
Но все ли часовщики того времени были такими ювелирами. Выточить миниатюрную шестерню это же не камень в кольцо вставить. Если рассмотреть часы Кулибина и другие часы европейских мастеров того времени более внимательно, то можно понять,
что детали изготовлены токарным способом, а не вручную. Хорошо, а что мы тогда знаем о токарных станках того времени? Оказывается, они были в большом разнообразии и
вот информация. Иллюстрация из книги 17 века. Это оружейные станки для изготовления стволов ружей на Тульском заводе. Их уровень никак не хуже станков 19 века.
Именно на них и изготавливали такие шедевры, а не ручным инструментом, как сейчас пишут историки. Вот еще несколько фотографий станков, на которых изготавливали высокотехнологические детали 17-18 веков. Вот объявление на Авито о продаже станины станка
начала 19 века. Видимо на нем стоит дата. А вот это что за станки? Для производства часов? Но сами станки тоже изготовлены на станках и вероятно с
использованием фрезерных принципов обработки металла. Узлы этих станков тоже произведения искусства и верх инженерной мысли и технологии той эпохи. И такое было повсеместно. То есть на этих примерах мы можем показать, что не
все производилось вручную. Ручная обработка точности для механизмов часов не даст. Часы просто не будут работать. Еще интересны узлы трения в таких механизмах и чем
же они смазывались. И таких вопросов много, но ответов на них с точки зрения технологии изготовления и материала видения никто не дает. А вот настоящий шедевр искусства – часы-павлин.
Они были сделаны в 1770 году в Англии, предназначались в качестве подарка китайскому императору, но были подарены князю Потемкину для подарка Екатерине II. Часы доставили в разобранном состоянии и по дороге были потеряны некоторые детали.
Их опять же восстановил и отремонтировал Кулибин, который уже находился в должности механика при Академии наук. Эти часы в рабочем состоянии до сих пор. Их заводят раз в неделю для поддержания работоспособного
состояния. Каждые 15 минут звучит музыка и оживает фигурки трех птиц. Элементы механизма сделаны из серебра и позолоченной меди. Слева часы из Германии примерно 1550 года, справа
XVI века британский музей. Тут мы видим, что тогда был уровень высокой инженерной мысли. Перед изготовлением нужно было рассчитать передаточное число механизма, чтобы оно точно передвигало стрелки
в соответствии с длительностью суток. А для этого нужно было привлечь и астрономические наблюдения, либо привязываться к отчету других ранее изготовленных часов. Но это лишь настольные часы, в конце XVI века были и миниатюрные,
вот примеры. Можно беспрестанно восхищаться инженерами того времени, или как их называют, просто часовых дел мастера. Тут мы видим современный процесс сборки швейцарских механических часов.
Перед сборкой все эти детали нужно изготовить с высочайшей точностью. Сейчас все расчеты делают в программе и детали изготавливаются. А как же это делали раньше? Тут мы видим современное изготовление шестеренок
для больших часов на токарных станках. Скорее всего и раньше все это выглядело абсолютно так же. Пластины для шестеренок нужно было ровно напилить с прецизионной точностью.
Справа станок Меркляйн Роуз 1780, для создания полученных симметричных многолепестковых деталей. Слева токарный станок Лондон 1838. Вероятно, именно на таких станках с этим принципом работы получали шестерни для часов, но никак не вручную.
Можно с уверенностью сказать, что разнообразные станки были не только в начале XIX или XVIII века, а и намного раньше. Об этом говорят и такие изделия, как шарманки, музыкальные шкатулки, часы, средневековые роботы, куклы-автоматоны.
Инженерная мысль в них на высочайшем уровне. Для современного кустарного производства он недосягаем. Еще один шедевр инженерной мысли и музыкальных способностей мастеров XVIII-XIX веков – это шарманки и музыкальные шкатулки.
Сейчас трудно вообразить, чтобы какой-то мастер совместил свои таланты в чем-то подобном. Может, те мастера и музыку свою для таких устройств писали. Но это автоматика XVIII века еще цветочки.
Посмотрим на андроидов того времени, которые умели писать и играть на музыкальных инструментах. Официальная информация про эту куклу-робота гласит, была изготовлена в 1770 году швейцарским часовщиком Пьер Жакедро.
Этот автоматон способен писать гусиным пером предложения длиной до 40 символов «Я люблю тебя», «Мой город» или «Пьер Жакедро, мой изобретатель». Автор дал ему название «Каллиграф». Рост куклы-робота соответствует росту пятилетнего ребенка.
Конструкция состоит из 6000 деталей, корпус состоит из дерева, голова из фарфора. Кукла не просто пишет предложение, она еще макает гусиное перо в чернильницу, стряхивает его, поворачивает голову, якобы следя за этим процессом, и следит еще и глазами.
Пьер Жакедро изготавливал куклу два года. Автор-конструктор также создавал часы с поющими птицами и фонтанами, но у него еще есть два произведения инженерной мысли – куклы «Рисовальщик» и «Музыканша». «Музыканша» состоит из 2500 деталей, она сидела за
маленьким, но настоящим клавесином и исполняла музыку, нажимая на клавиши. Умела исполнять пять композиций. Кукла даже дышала и также двигала глазами. Эта кукла умеет рисовать портрет Людовика XVI и изображение
его собачки Туту. Все три куклы находятся в Музее искусства и истории Невшотеля и до сих пор работают. И это лишь немногие дошедшие до нас изделия уникальных инженерных способностей мастеров того времени.
Редактор субтитров А.Семкин Корректор А.Егорова