German transcript
Kann das so für uns nicht funktionieren.
Ja, ich find das furchtbar. Ich, ähm, finde, das ist
überhaupt keine Möglichkeit einer Zusammenarbeit.
Ich habe Sie gerade zitiert. Sie sagen, wenn da jemand ist, der das Existenzrecht
Israels leugnet-
Mit denen werden wir nicht zusammenarbeiten.
Das heißt, wenn sie-
Ganz sicher.
-Teil dieser Fraktion ist, sind Sie raus.
Dann werden wir die Gespräche mit der Linken führen, denn die Linke
möchte auch diese Regierung. Und ich-
Wollen Sie dann Gespräche führen oder keine?
Wenn Frau Emde weiterhin Mitglied der Fraktion ist, dann haben wir
ein schwerwiegendes Problem und, ähm, ich gehe nicht davon aus-
Was ist genau ein schwerwiegendes Problem?
Dann wird es Schwierigkeiten, ähm, geben, dass tatsächlich dann auch bei einem
Mitgänger-Votum die Mehrheit der Mitglieder, ähm,
dieser Koalition zustimmen will.
Das entscheiden doch Sie, Herr Krach.
Ja, und ich habe ja eine klare Position dazu.
Nein.
Doch.
Also Sie haben gerade
in maximaler, äh, Unklarheit versucht, was Klares zu sagen.
Finde ich überhaupt nicht. Ich habe ganz klar gesagt,
dass ich nicht mit Frau Emde
zusammenarbeiten werde.
Also noch mal: Wenn sie dabei ist, sind Sie raus.
Dann gehe ich nicht davon aus, dass diese Koalition zustande kommt.
Reden Sie dann, reden Sie da mit sich selbst oder wie
machen Sie das dann?
Nein, da rede ich mit, ähm, meinem Landesvorstand und da rede ich vor
allem auch
mit den Grünen und mit den Spitzen der Linkspartei, die ganz klar
nicht antisemitisch sind. Das sind die Fraktionsvorsitzenden und die
Landesvorsitzenden.
Ich habe doch gerade das Zitat vorgelesen.
Genau, und deswegen haben wir- Aber deswegen haben die doch auch einen
einstimmigen
Beschluss gefasst, dass sie nicht mit Frau Emde mehr
zusammenarbeiten wollen.
Das heißt, wenn sie drin ist, ist sie, sind Sie raus.
Das habe ich ja jetzt schon, äh, mehrfach, ähm, beantwortet.
Mehrfach nicht gesagt, ich weiß. Deswegen würde ich es jetzt gerne noch
wissen.
Doch, dass wir als SPD mit Frau Emde nicht
zusammenarbeiten werden.
Das heißt, wenn sie drin ist, sind Sie raus.
Davon ist auszugehen, dass es dann vermutlich keine Koalition
geben
wird.
Sie, Sie, Sie wollen sich doch auch selber ernst
nehmen, Herr Krach.
Ja.
Und ich nehme Sie auch ernst, aber so kann ich das nicht.
Aber ich verstehe gar nicht, warum.
Weil ich habe eine klare Position zum Thema Antisemitismus.
Wenn Leute das zu Hause sehen, die, die, die, die lachen sich entweder kaputt oder
wenden sich mit Grausen ab.
Traurig, ehrlicherweise.
Also, Frau Prien, Ihre Partei geht gerade aus dem Landtag
raus.
Deswegen brauchen Sie, glaube ich, da keine, keine Tipps geben.
Da gehen alle Abgeordneten Ihrer Fraktion bei einer Wahl eines
rechtsextremen Ministerpräsidenten aus dem Landtag raus.
Das ist noch mal was völlig anderes.
Ich habe ganz klar gesagt, dass ich als Landesvorsitzender der SPD
nicht mit Frau Emde zusammenarbeiten werde.
Das ist eine klare Position.
Das heißt, dann treten Sie zurück oder was heißt denn das?
Ich werde jedenfalls dann nicht dafür werben, dass es dann zu dieser
Koalition kommt.
Nicht dafür werben?
Ja.
Treten-- Hat das für Sie eine Konsequenz für Sie?
Ich gehe überhaupt nicht davon aus, dass sich diese Frage stellt,
denn ich gehe
nicht davon aus, dass Frau Emde Mitglied der Fraktion
bleibt.
Ich gehe davon aus, dass sich die Frage stellen könnte und
damit bin ich, glaube
ich, nicht alleine. Und deswegen interessiert das die Leute.
Es war ja deutlich von ihr.
Von Frau Emde war das sehr deutlich, aber vom Fraktionsvorstand der Linken war
es
auch sehr deutlich.
Ja, das war, das war von allen deutlich.
Dann seien Sie doch jetzt der Dritte im Bunde und seien Sie auch deutlich.
Ja, und deswegen, ähm, freue ich mich ja auch über den Beschluss,
ähm, des
Fraktionsvorstands der Linken, dass es da keine Arbeitsgrundlage gibt.
Und die gibt es für mich und für uns als SPD auch nicht mit Frau Emde.
Herr, Herr, ich, ich kann das, ich verstehe das jetzt gerade nicht.
Sie sind der Mann, der so oft diese, dieses Bild von den roten
Linien benutzt hat. So oft.
Gar nicht so. Also die,
so häufig habe ich das, ähm, Bild der roten Linien gar nicht.
Die Ersten, die das gemacht haben, waren andere, ähm, in diesem Wahlkampf,
aber...
Waren Sie überhaupt irgendwas?
Ich habe, ähm, Wahlkampf gemacht und ich habe, ähm,
für eine SPD,
ähm, geworben und, ähm, habe auch, ja, tatsächlich klar mich gegen
Antisemitismus gestemmt und das mache ich auch weiterhin.
Ein Teil der, der Verdrossenheit mit Politik speist sich
doch genau aus solchen
Situationen.
Da sitzen Menschen vor dem Fernseher und sehen diesen netten Herrn Krach und sagen:
„Das ist doch, den kann man doch wählen.
Das ist doch ein guter Typ." Äh, und, und der, der hat vorher eine
klare Haltung. Der sagt das auch in der Jüdischen
Allgemeinen.
Der, der sagt: „Pass auf, das ist eine klare Sa..." Sie,
Sie könnten sich auch Ihre
Position zu eigen machen. Sie könnten ja sagen: Ja-
Aber was soll ich denn
sagen, als dass ich als SPD-Vorsitzender und
Fraktionsvorsitzender nicht mit
Frau Emde zusammenarbeiten werde und dass wir als Partei auch diese
Koalition dann nicht ermöglichen werden.
Also was kann ich noch klarer-
Die Antwort auf die Frage: Wenn sie drin ist, sind Sie raus?
Das habe ich doch gerade gesagt, dass wir keine Koalition dann eingehen
werden.
Also ja, dann sind Sie raus.
Dann werden wir keine Koalition haben.
Okay, geht doch. Guck mal. Zehn Minuten später sind wir auch schon so
weit.
Nö.
Also hab, ähm, das von Anfang an gesagt, dass es,
ähm
Okay, aber ich, äh, freue mich, dass wir jetzt ein bisschen zur Aufklärung
beitragen konnten. Frau Mühe, was-
Ich glaube, die Frage ist tatsächlich-
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